Über die Gefahr des E-Bikes und wie das Tragen eines Helms richtig viel Geld bringen kann

Was haben Lieferdienste, Netflix und das E-Bike gemeinsam? Richtig, der Absatz von allen Dreien ist dank Corona in die Höhe geschnellt. Doch während Netflix & Pizza auf der Couch relativ ungefährlich ist, lässt sich zum Thema E-Bike eine besorgniserregende Entwicklung beobachten:

Die Unfallzahlen steigen in den letzten Jahren bedenklich an!

Im nachfolgenden Beitrag gehen wir darauf ein, warum gerade Senioren bei der Nutzung eines E-Bikes gefährdet sind. Zusätzlich erklären wir, wie das Tragen eines Helms Ihnen bares Geld bringen kann!

E-Bike (oder auch: Pedelec, Elektrofahrrad):
Fahrrad mit elektrischem Hilfsmotor. Die maximale Geschwindigkeit liegt bei 25km/h, ein eigenes Treten der Pedale wird vorausgesetzt. Das E-Bike wird laut § 1. Abs. 3. StVG genauso behandelt wie ein gewöhnliches Fahrrad: Es besteht keine Kennzeichen-/Versicherungspflicht, man benötigt keinen Führerschein und es besteht keine Helmpflicht. Im übrigen gelten auch dieselben Vorschriften bezüglich der Radwegebenutzung!

2020 wird das Rekordjahr für das E-Bike – droht uns nach der Corona- jetzt eine Unfallwelle?

Fakt ist: Bereits jetzt ist jedes dritte verkaufte Rad ein E-Bike. In der ersten Jahreshälfte 2019 sollen ca. 920.000 E-Bikes verkauft worden sein – was dieses Jahr über den Tresen ging, bleibt noch abzuwarten.

Klare Argumente für den Kauf eines E-Bikes: Sie bringen ihren Fahrer schnell und scheinbar mühelos an ihr Ziel. Eine Helmpflicht besteht nicht. Auch ein Führerschein wird nicht vorausgesetzt.

Damit sind E-Bikes vermeintlich „wie geschaffen“ für die ältere Generation, die das Auto nicht mehr so oft benutzt, aber dennoch mobil bleiben möchte. Zudem kann (oder will) sich die jüngere Generation die relativ teuren Bikes (noch) nicht leisten.

Viele Verkehrsteilnehmer unterschätzen jedoch das Unfallpotential der motorisierten Fahrräder. Während die Zahl der Fahrradunfälle laut dem bayerischen Innenministerium sinkt, steigt die Anzahl der Unfälle mit einem Pedelec stetig an. Die Anzahl der Getöteten bei einem Unfall ist bei den E-Bike-Fahrern 2-3x so hoch, wie bei den „Bio-Radlern“, die noch mit Muskelkraft unterwegs sind.

Das kann verschiedene Gründe haben.

Nutzer von E-Bikes fahren deutlich entspannter – die Anstrengung, um hohe Geschwindigkeiten zu erzielen, ist sichtbar geringer! Auch die Tretfrequenz lässt keinerlei Rückschlüsse auf die Geschwindigkeit zu. Für Verkehrsteilnehmer ein E-Bike dadurch nur schwer einzuschätzen.

Das Gefahrenpotential für ältere Fahrer auf dem E-Bike ist enorm

2019 gab es 33% mehr E-Bike Unfälle.
38% der Fahrer waren über 65 Jahre alt.

Doch warum sind E-Bikes gerade für Senioren so gefährlich? Sicher mag nicht jedes Argument auf jeden Fahrer zutreffen, doch die Vielzahl der Gründe zeigt schnell: Das Thema ist nicht zu unterschätzen!

E-Bikes sind für die Generation ab 65 Jahren oftmals zu schnell. Das trifft natürlich nicht auf jedermann zu! Die körperliche Fitness entscheidet. Wer keine Fahrpraxis hat, sollte das E-Bike gründlich überdenken. Unfälle geschehen auf dem E-Bike oftmals bei höheren Geschwindigkeiten, als bei normalen Radfahrern, die noch auf Muskelkraft vertrauen.

Gerade ältere E-Biker werden von weiteren Verkehrsteilnehmern schnell unterschätzt: E-Bikes sind auf die Distanz oft nur schwer von Fahrrädern zu unterscheiden. Dass ein 80-Jähriger aus reiner Muskelkraft mit dem Fahrrad 25km/h auf die Straße bringt, ist relativ unwahrscheinlich. Wir schätzen ältere Fahrer automatisch als langsamer ein!

E-Bikes sind deutlich schwerer als normale Fahrräder und verursachen bereits bei Umkippen schnell Knochenbrüche! Was man auch nicht unterschätzen sollte: Das zusätzliche Gewicht schiebt bergabwärts ordentlich an!

Wer schnell fahren kann, muss auch schnell bremsen können: Die Scheibenbremsen haben ordentlich Bremskraft. Nicht selten verschätzt sich der ein oder andere Fahrer und steigt beim starken Bremsen unfreiwillig über den Lenker ab.

Ein Helm kann nicht nur Leben retten – er kann auch bares Geld wert sein!

Wir brauchen sicherlich nicht betonen, dass wir eine Unfallversicherung als sinnvoll und wichtig erachten. Klar – am Weg zur Arbeit und zurück gilt die gesetzliche Unfallversicherung. Aber was ist mit Ihrer Freizeit? Sollten Sie viel mit dem Rad (ob mit Hilfsmotor oder ohne!) unterwegs sein, lohnt sich der Blick ins Tarifwerk umso mehr.

Wussten Sie, dass Ihre Unfallversicherung Ihnen bis zu EUR 100.000 mehr auszahlt, wenn Sie bei einem Unfall einen Helm tragen? (Abhängig von Tarifwerk und Grad der Invalidität)

Viele Gesellschaften geben einen ordentlichen Aufschlag auf die ausgezahlte Summe, wenn Sie beim Unfall einen Helm tragen. Das kann gut und gerne 25% mehr sein.

Es lohnt sich also durchaus, seine Hobbies und Interessen bei Abschluss einer Unfallversicherung einzubringen oder bestehende Policen zu überprüfen. Auch ohne einen vereinbarten Helmbonus: Das Tragen eines Schutzhelms lohnt sich immer!

Unser Fazit zum Thema „Senioren auf E-Bikes“

Wir möchten keineswegs den Buhmann spielen – es ist unsere Berufung, Menschen auf eventuelle Risiken hinzuweisen und diese abzusichern. Dieses Thema gehört dazu!

Eine Unfallversicherung verhindert keinen Unfall. Ein Helm schützt Sie nicht vor allen Blessuren. Beide machen aber den Ernstfall erträglicher. Gerne beraten wir Sie zu diesem Thema!

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Bildquellen: VictorB und Boarding1Now von Getty Images, thalfpoint (alle über CANVA.com)