Wie Sie trotz gesundheitlicher Vorgeschichte Ihre Finanzen absichern können

Im Internet und Bekanntenkreis kursiert regelmäßig der Mythos vom Krankentagegeld ohne Gesundheitsfragen. Nun, damit können wir leider auch nicht dienen. Die gibt es nämlich nicht.

Durchaus möglich ist jedoch der Abschluss einer Krankentagegeldversicherung mit stark vereinfachten Gesundheitsfragen.

Die Krankentagegeldversicherung ist für privatversicherte Arbeitnehmer und Selbstständige eine essentielle Ergänzung zur Absicherung der Finanzen. Auch für gesetzlich Versicherte kann sie eine sinnvolle Ergänzung darstellen. Informationen dazu finden Sie auf unserer Produktseite.

Um das Risiko richtig einschätzen zu können, werden bei Abschluss Fragen zum Gesundheitszustand gestellt. Hier beginnt für viele bereits das erste Problem – mit steigendem Alter häufen sich oftmals auch die Wehwehchen und Erkrankungen, die einen Abschluss eines Krankentagegelds nur mit Aufschlag oder Ausschluss zulassen oder gar komplett verhindern.

Tipp: ein früher Abschluss lohnt sich!

Möglichkeit 1: Die Gesundheitserklärung

Für einen Abschluss unterschreiben Sie nachstehende Erklärung. Hier müssen Sie jedoch dann auch mit der vollen Konsequenz eines Leistungsausschlusses für die vereinbarte Zeit leben.

Mir ist bewusst, dass für mir bekannte Erkrankungen oder Unfallfolgen, wegen derer ich in den letzten 12 Monaten vor Beginn des Versicherungsschutzes ärztlich oder therapeutisch beraten oder behandelt wurde oder in den letzten 3 Jahren vor Beginn des Versicherungsschutzes mehr als 21 Tage insgesamt arbeitsunfähig war, kein Leistungsanspruch […] besteht. Diese Einschränkung gilt nur, wenn der Versicherungsfall innerhalb der nächsten 24 Monate seit Beginn des Versicherungsschutzes eintritt und mit diesen Erkrankungen oder Unfallfolgen in ursächlichem Zusammenhang steht.“

Auszug aus dem Antrag

Sie leben hier die vereinbarte Zeit mit dem Ausschluss, genießen aber den Rest der Laufzeit den vollen Schutz und damit Krankentagegeld wie vereinbart.

Aber Achtung: es gibt auch Versicherer, welche die Laufzeit auf 60 Monate nach Beginn beschränken. Diesen Versicherer (DKV) sollten Sie daher nicht wählen, wenn Sie jünger sind! Oder Sie beantragen den Schutz in regelmäßigen Abständen neu.

Der Münchener Verein hingegen bietet eine langfristige Absicherung Ihres Versicherungsbedarfs ohne zeitliche Befristung. Zu einem geringen monatlichen Preis kann diese finanzielle Lücke ganz einfach abgedeckt werden.

Für Arbeitnehmer in der gesetzlichen Krankenversicherung stellen wir einen selbstrechnenden Aufnahmebogen zur Verfügung.


Probieren Sie doch einfach mal unseren Rechner aus! 

Lassen Sie uns diesen einfach ausgefüllt zukommen. Wir setzen uns schnellstmöglich mit Ihnen in Verbindung.

Sie sind privatversichert oder selbstständig? Gerne rechnen wir Ihnen ein persönliches Angebot!

Version 2: die Krankentagegeld mit Gesundheitsfragen in stark vereinfachter Form

Die Gesundheitsfrage ist nach bestem Wissen wahrheitsgemäß zu beantworten. Bei unzutreffender Beantwortung kann [der Versicherer] vom Vertrag zurücktreten bzw. die Leistung verweigern.
Besteht

– oder bestand in den letzten 5 Jahren eine der nachfolgend aufgelisteten Erkrankungen?
– derzeit eine Arbeitsunfähigkeit?
– Berufs-, Dienst- oder Erwerbsunfähigkeit oder wurde ein Antrag auf Leistungen gestellt?
– Pflegebedürftigkeit oder wurde ein Antrag auf Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung gestellt?

Es folgt eine Liste von knapp 80 Erkrankungen. Zusaätzlich sind diese sehr allgemein formuliert. Müssen Sie auch nur einmal mit „Ja“ antworten, dann wird der Antrag abgelehnt. Kreuzen Sie wahrheitsgemäß „Nein“ an, dann genießen Sie den vollen Versicherungsschutz ohne Ausschlüsse. So einfach ist das!

Der richtige – Ihr – Weg zum Krankentagegeld ohne Gesundheitsfragen

Der Vorteil an den stark vereinfachten Verfahren liegt auf der Hand: Sie erhalten einen soliden Versicherungsschutz, den Sie bei Beantwortung der regulären Fragen eventuell nicht bekommen würden. Wenn Sie mit den Ausschlüssen und Bedingungen leben können, ist das eventuell Ihr Weg.

Der Nachteil: Sie müssen mit den Versicherungsbedingungen und Ausschlüssen leben. Sagt Ihnen das Tarifwerk nicht zu, sollten Sie in Erwägung ziehen, vielleicht doch einen regulären Vertrag anzufragen. Dabei ist es auch möglich, auch ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis zu erhalten. Hier ist professioneller Beistand jedoch ratsam.

Was letztendlich der richtige Weg für Sie persönlich ist, kann man so pauschal nicht sagen. Daher bieten wir Ihnen an, dieses in einem persönlichen Gespräch herauszufinden – wir beraten Sie gern!

Worauf warten Sie noch? Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme! Am besten gleich jetzt. Per Mail sind wir 24/7 erreichbar und melden uns schnellstmöglich bei Ihnen.

Gerne können Sie auch unsere Kontaktseite nutzen, um mit uns in Verbindung zu treten.

Worauf Sie beim Krankentagegeld noch achten sollten – Fachchinesisch

Wir sind der Meinung: Fachchinesisch muss nicht sein! Sie sollten wissen, was Sie vereinbaren und worauf Sie achten sollten. Sicher hilft Ihnen Folgendes weiter:

Wurde die Erkrankung oder der Unfall  durch Alkohol ausgelöst, so besteht gemäß den Versicherungsbedingungen keine Leistungspflicht.

Die Versicherung legt von der gezahlten Versicherungsprämie einen kleinen Teil als Sparbeitrag zurück. Die über die Jahre angesparte Summe soll im steigenden Alter das höhere Risiko ausgleichen. Dadurch zahlt der Versicherungsnehmer theoretisch während der gesamten Laufzeit den gleichen Beitrag. 

Das Krankentagegeld wird vom Versicherer im Regelfall nicht bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit gezahlt, sondern erst nach einer vertraglich geregelten Karenzzeit. Diese beträgt in der Regel 42 Tage, da der Arbeitnehmer 6 Wochen Entgeldfortzahlung erhält. Sie kann abweichend davon nach Vereinbarung aber auch kürzer sein - für Selbstständige, die ab Tag der Ausfalls kein Geld mehr verdienen, macht das Sinn. Nach Ablauf der Karenzzeit hat der Versicherungsnehmer Anspruch auf Leistung in der vereinbarten Höhe.

Ist eine Reha- oder Kurmaßnahmezur Genesung erforderlich, so zahlen viele Versicherer kein Tagegeld. Die Regelungen hier sind jedoch sehr unterschiedlich.

Die gesetzliche Schutzfrist ist auf sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Geburt festgelegt. Der weiblichen Versicherten wird der entstandene Verdienstausfall durch Zahlung des Krankentagegelds im vereinbarten Umfang ausgeglichen. Leistungen wie Mutterschaftsgeld oder Elterngeld werden jedoch angerechnet.

Der Versicherer kann die ersten drei Jahre das Versicherungsverhältnis zum Ende des Jahres mit einer Frist von drei Monaten kündigen.

Ist ein Arbeitnehmer beschränkt einsatzfähig, z.B. während einer Wiedereingliederungsmaßnahme ist er zum Teil arbeitsunfähig.

Die Wartezeit ist eine vertraglich vereinbarte Frist, während der die versicherte Person trotz bestehendem Versicherungsschutz noch keine Ansprüche geltend machen kann. Diese beträgt in den meisten Verträgen 3 Monate. Es gibt jedoch oftmals auch gesonderte, höhere Wartezeiten für Entbindung, Zahnbehandlungen, Kieferorthopädie und Psychotherapie. Bei einem Unfall entfallen die Wartezeiten oftmals. 

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