Wie umweltfreundlich, nachhaltig und grün ist die Versicherungswelt wirklich?

Das Thema Nachhaltigkeit ist fester Bestandteil des Zeitgeists und beschäftigt immer mehr Menschen. Dabei werden verursachter Müll, Autos und Konsum auf den Prüfstand gestellt. Doch wann denkt man dabei schon an Versicherungen und Finanzen? Was soll eine eine grüne Versicherung schon sein ?

Was ist eine grüne Versicherung und eine nachhaltige Geldanlage? Und wie funktioniert das?

Grüne Versicherungen haben die Zielsetzung, klimaneutral zu arbeiten und zu investieren. Hierfür legt jeder Versicherer seine eigenen Anforderungen zugrunde. Daher ist ein direkter Vergleich schwer bis unmöglich.

Es gibt keine eindeutige Definition des Begriffs „grün“. Auch das macht es dem Kunden gar nicht so einfach.

Was kann ein Versicherer tatsächlich zum Thema Umweltschutz und Zukunft beitragen?

Beispiele für den gesellschaftsinternen Klimaschutz:

  • Verzicht auf Papierversand, Nutzung von papierloser Kommunikation (oder von umweltfreundlichen Alternativen wie Papier aus Gras oder Recyclingpapier)
  • Förderung von umweltfreundlicher Anfahrt der Mitarbeiter (Fahrradbonus, Bezuschussung von Tickets für ÖPNV, Bereitstellung von E-Fahrzeugen, Homeoffice-Möglichkeiten)
  • Investments in alternative Energiegewinnung, CO2-Neutralisierung, Energiespeicher, Forstwirtschaft, Wasser- und Windkraft, Photovoltaik, soziale Wirtschaft wie Schulen, Krankenhäuser
  • Pflanzen eines Baumes pro Neuabschluss
  • Anpassung und Aufwertung der Leistungen, z.B. Übernahme von Mehrkosten bei Anschaffung eines umweltfreundlicheren Ersatzes im Schadenfall

Das ist nur eine kleine Auswahl von Möglichkeiten, wie ein Versicherer heute etwas zur Nachhaltigkeit beitragen kann – im Unternehmen.

Wie sollte ein grüner Versicherer heutztage investieren?

Darüber hinaus wird aber auch erwartet, dass die Versicherer die Kundengelder zukunftsorientiert anlegen und nach außen ebenso grün arbeiten.

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Gerne auch mit grüner Versicherung.

Ein guter und nachhaltiger Versicherer investiert heutzutage nicht mehr in:

  • Kinder- und Zwangsarbeit, Missachtung von Arbeitssicherheit
  • Produktion und Handel mit Waffen, Kriegsmittel und Kernenergie
  • Glücksspiel, Alkohol, Zigaretten
  • Intransparenz und Korruption
  • Kohlekraftwerke, Ölkonzerne
  • Gentechnik, Tierversuche, Massentierhaltung
  • Missbrauch von knappen Ressourcen

Diese und weitere Punkte sind als ESG-Kriterien (Environtment, Social, Governance) bekannt. Sie prägen die Versicherungswelt immer mehr. Daher versuchen Berater heutzutage stetig mehr ökologische und soziale Verantwortung und eine positive Unternehmensführung in die Beratung von Privatkunden zu integrieren.

Fakt ist: Auch heute noch gibt es Versicherer, die in Unternehmen investieren, die nicht unseren Interessen und Zielen entsprechen. Das tun sie oftmals nicht einmal bewusst. Denn das Geld soll lediglich möglichst gewinnbringend (im Sinne des Kunden) angelegt werden.

Dies geschieht beispielsweise durch Fonds: das Geld wird durch den Kauf von Fondsanteilen Unternehmen zur Verfügung gestellt. Wenn man jedoch einen Blick in den Fonds wirft, findet man gelegentlich Firmen, die in die eher „unerfreulichen“ Dinge des Lebens investieren. Der Endkunde bekommt davon keinen Wind. So ist selten bewusst, wo unser Geld arbeitet.

Gerne verweisen wir an dieser Stelle auf die Jahresberichte von Don’t bank on the bomb. Dort lässt sich die eine oder andere deutsche Bank, Versicherungsgesellschaft oder auch ein bekannter Fondsanbieter finden.

Aber ist auch überall grün drin, wo grün draufsteht?

Begegnen Sie diesem dem Thema mit einer gesunden Vorsicht. Denn nicht selten gibt es lediglich den Versuch durch Greenwashing einer Police neue Zielgruppen anzulocken. So gibt es beispielsweise „grüne“ Policen von Versicherern, die nicht „grün“ arbeiten. In diesem Fall wird bei gleichen Versicherungsbedingungen eben ein Baum gepflanzt. Und schon ist das Marketing fertig.

Ebenso muss nicht überall grün drauf stehen – obwohl bereits viel für den Umweltschutz getan wird. So haben die Tarife der R+V keine „grüne“ Bezeichnung, das Engagement des Unternehmens ist jedoch beträchtlich. Chapeu!

Bio-Brötchen gibt es überall – aber wurden Sie schon mal auf nachhaltige Anlagen und Versicherung angesprochen?

Was lässt sich mittlerweile „grün“ versichern?

Wir helfen Ihnen durch den Versicherungsdschungel. Stand 01/2020 gibt es grüne Versicherer in folgenden Bereichen:

  • Hausratversicherung,
  • private Haftpflichtversicherung,
  • Unfallversicherung
  • Tierhalterhaftpflichtversicherung
  • Kfz-Versicherung
  • Altersvorsorge (Rente/Riester/Rürup)
  • Rechtsschutz
  • Wohngebäude

Wie eine grüne Versicherung arbeitet, zeigen folgende drei Gesellschaften, die wir ebenso zu unserem Portfolio zählen:

Aber grün muss doch sicherlich teurer sein?

Die Beiträge grüner Versicherungen müssen nicht zwangsläufig unbezahlbar sein. In den meisten Fällen sind sie beitragsgleich oder nur wenige Euro über der normalen Police. Damit werden sie zur bewussten Wahl und zur bezahlbaren Alternative für interessierte Kunden.

Auch ertragsmäßig lässt sich im Bereich der Rentenversicherung kaum ein Unterschied zu normalen Rendite feststellen.

Grün heisst nicht gleichzeitig schlechter.

Überraschend ist: 80% wünschen sich eine Altersvorsorge mit nachhaltigen Geldanlagen.

Über Sinn und Unsinn aller genannten Aspekte lässt sich sicherlich argumentieren, da die Meinungen stark differieren. Daher muss jeder selbst entscheiden, welcher Weg der richtige ist. Durch ein breites Portfolio langjähriger Partner finden wir eine passende Alternative, die Ihren Wünschen entspricht.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Warten Sie nicht länger.
Wir freuen uns über Ihre unverbindlichen und kostenlosen Anfragen, Feedback und jeglichen Austausch.

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